Über zu viel und zu wenig Zeit – für Omi und Opa

Mein letzter Blogbeitrag ist (über) ein Jahr her. Herrje, wie die Zeit vergeht. Und zack, da haben wir es. Ich werde ganz offensichtlich alt. Das sagen nämlich nur die, die mit der Zeit schwimmen, die in ihren monotonen alltäglichen Aufgaben vergessen, inne zuhalten und zu genießen. Die, die ihr Leben ohne größere Auf’s und Ab’s leben, das eigentlich ganz gut so finden und trotzdem… etwas verpassen. Mein mehr-oder-weniger chaotisches Leben finde und fand ich zwar anstrengend, aber tauschen wollen hätte ich nicht. Weiterlesen

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Auseinandersetzung

Ich dachte lange, ich wäre auf dem Weg zum Erwachsen werden ganz vorne mit dabei. Als hätte ich die wesentlichen Dinge und den Ernst des Lebens begriffen.

Und dann kam es erstens wie immer anders und zweitens als man denkt und was bleibt, ist etwas das ich nicht begreifen kann. Das Thema Tod.

Und Achtung es ist unbequem! Weiterlesen

Vier Länder in zwei Stunden 

oder : Das Monster Globalisierung 

Cluj Bubble is calling. Die Zeit, in der ich mich bei Abflug aus Deutschland noch nicht so richtig auf meine Studienheimat freuen konnte, ist vorbei. Morgen Mittag fliege ich zurück – nach Hause, nach Rumänien meine ich damit – und abends treffe ich mich mit Freunden im Lieblingscafe. Das ist genau so unspektakulär, wie sich heute Abend noch einmal fürs Kino im Nachbarort zu verabreden. Weiterlesen

Ich bin noch da.

Ich bin noch da.

So viele verworfene Entwürfe. Ein paar davon sollten witzig sein, und die anderen waren so philosophisch angehaucht, dass man die Fahne durch den PC hätte riechen können.
Es ist etwas sehr schlimmes passiert. Und wenn so etwas passiert, dann gibt es nichts mehr zu jammern über einen stressigen Alltag, zu wenig Zeit, eine flüchtige Schreiblaune oder mangelnde Kreativität. Dann sind all diese kleinen Dinge laue Lüftchen. Und dieses Eine ist die große, schreckliche Dunkelheit und die Frage nach dem Sinn des Lebens.
Denn ich bin noch da. Weiterlesen

Ein Roadtrip. Ein Seelenstrip. Ein Emotionskick.

Ich habe keine Entschuldigung für meine langanhaltende Schweigsamkeit und Blogs, die vor allem davon handeln, warum man gerade nicht geschrieben hat, kann ich eh nicht leiden. Um also nicht selber zu einem zu werden, lege ich gleich los mit dem Roadtrip-Review.

Wenn das Entwurzeln zu aufwändig ist, baut man die Straße eben drum herum!

Wenn das Entwurzeln zu aufwändig ist, baut man die Straße eben drum herum!

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Filmreifer Roadtrip (in meinem Kopf)

Kennt ihr diese amerikanischen Filme, in denen coole Jungs und Mädels mit Sonnenbrillen und verschlissenen Jeans auf Roadtrip quer durchs weite Land fahren? Kennt ihr bestimmt.

In meinem Kopf startet ein solcher Roadtrip am Freitag – und zwar zu viert durch Rumänien. Wir haben auch coole Sonnenbrillen, coole Musik auf dem Stick, einen coolen Plan. Man, sind wir cool. In meinem Kopf wird der Moment, in dem wir die Autofenster runterkurbeln, in der Sonne faulenzen, von Klippen in Bergseen springen und lauter solche Roadtrip-Dinge tun, von wahlweise coolen (No Cars go – Arcade Fire!) oder romantischen (The High Road – Broken Bells!) Songs unterlegt und dadurch noch filmreifer. Weiterlesen

Das Studentenparadies

Im dritten Semester habe ich ganz schön gejammert. Es war anstrengend. Im Nachhinein noch mehr als Mittendrin. Vollgepackt mit Pflichtveranstaltungen, anspruchsvollen Fächern und Seminaren. Das tolle an anstrengenden Phasen ist: Sie sind irgendwann vorbei – nämlich jetzt. Das Schreckensfach der Vorklinik, Anatomie, ist bestanden. Biochemie, Zellbiologie, alles geschafft. Bleibt noch ein bisschen Physiologie, das einfach großen Spaß macht und dich zur Abwechslung mal auf motivierende und praxisnahe Weise daran erinnert, dass du Ärztin wirst.

Kurzum: Das vierte Semester ist der Freischein ins Studentenparadies. Da muss man manchmal aufpassen, dass man das Studentsein und studieren nicht vergisst. Dafür war im letzten Monat trotzdem viel los – Besuch aus Deutschland, das erste tolle Frühlingswetter, die ersten Gitarrenstunden, und viele Gründe zum Feiern: vor allem Geburtstage. Die wieder entdeckte Freizeit ,der erste eigene Grill, das gute Wetter. Und notfalls auch das Schlechte.

Abgesehen davon wollen wir was sehen:  Weiterlesen

Kater im Dschungelcamp

Ein kurzes Update:

Ich bin vorgestern Abend nach unserem fünftägigen Semesterpäuschen „nach Hause“ gekommen. Folgende Darstellung sollte auf keinen Fall als überspitzt, übertrieben oder dramatisiert eingestuft werden:

Ich öffne abends sehr erschöpft die Wohnungstür. Der Tag war richtig mies und dass daran nur ich allein schuld war machte es gleich noch viel mieser. Völlig bescheuert habe ich mich nämlich den Abend zuvor zum entkrönenden Abschluss mit der neuen Tequilasorte „Gold“ angefreundet. Wir waren so richtig auf Du und Du und ich außerdem ein bisschen zu stolz, dass wir uns so gut vertrugen. Die Musik war toll, die Leute, und eben alles andere auch, was zu einem richtig schönen Abend gehört. Keine Ahnung wer auf den Tequila-Mist kam, aber ich habe die Befürchtung das war ich. Alkohol soll man in Maßen genießen – für die Nordlichter unter uns: ein Maß ist in Bayern auch die 1-Liter-Einheit für Bier. Das ist Nichts für Nicht-Bayer oder Nicht-Emsländer, ich sag’s euch! Denn zu viel Alkohol ist in meinem Fall für drei Stunden unglaublich toll – und dann für drei Tage unglaublich beschissen. Ich betone noch einmal meine eigene Dämlichkeit und lasse die genaueren Umstände meiner Abreise und des Rückfluges lieber unkommentiert.  Weiterlesen

Schreiblust vs. Fotografie

Jeder kennt das: kreative Momente hat man in den unpassendsten Augenblicken. Wenn aber unbedingt eine tolle Idee her muss, ist der Kopf leer. Eine Zeit lang sind mir die Einfälle für Texte oder Geschichten grundsätzlich unterwegs gekommen. Dann habe ich mich im Zug, Kino, Einkaufsladen und Auto tot geärgert im Wissen, meine schöne Idee wenig später entweder komplett vergessen zu haben oder längst nicht mehr so toll umsetzen zu können. Mir ist eine List für diese tückischen Kreativ-Anfälle eingefallen und seither ist ein kleines Notizbuch fast immer mit auf Achse, um nicht zu entziffernde Serviettenaufsätze zu vermeiden. Eine Weile hat das super geklappt und ich habe zugfahrten-lange geistige Ergüsse erfolgreich festgehalten.

Aber – ich hätte es wissen müssen – mein Notizbüchlein bleibt seit geraumer Zeit wieder leer. Weiterlesen

Session (Rast, Rost, Retro)

„Get over the idea that only children should spend their time in study. Be a student as long as you still have something to learn – and this will mean all your life”

-Henry L. Donerty

Dieses wie ich finde sehr schöne Zitat habe ich an einer sehr unwürdigen Stelle gefunden: in der Einleitung meines Histologiebuches.

Das ist es, worum sich momentan alles dreht – die Session hat angefangen und ihr haftet eines jener beklemmenden Gefühle an, das mich bei dem Gedanken an Horrorfilme und Männer bei romantischen Liebeskomödien beschleicht. Nicht, dass wir Zeit hätten, Filme zu gucken! Die Examensphase am Ende jedes Semesters würde ich ja gerne als vierwöchige unifreie Zeit zum Ausschlafen euphemisieren. Passender ist aber, man stellt sich bücherweise Fakten, literweise Kaffee und tonnenweise Adrenalin und Melatonin vor. Abgesehen davon, dass ich durchaus der Meinung bin, man lerne für sich selbst und sein Leben, bekommt oben erwähntes Zitat beizeiten eine tiefere Bedeutung: Weiterlesen